Mets in Kürze
Mets ist ein kleines Hügelviertel östlich der Innenstadt, zwischen dem Panathinaiko-Stadion (Kallimarmaro) und dem Ersten Friedhof Athens. Nördlich liegt der Zappeion-Garten, südlich beginnt Pangrati. Der Name geht wohl auf ein Ausflugslokal oder eine Bierhalle des 19. Jahrhunderts zurück, benannt nach der französischen Stadt Metz — die Überlieferungen variieren. Als Wohnviertel wuchs Mets Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts: Angestellte, Künstler, bürgerliche Athener. Viele Vorkriegshäuser und neoklassizistische Bauten stehen noch — teils gepflegt, teils sichtbar gealtert.
Was den Spaziergang prägt
Vorkriegshäuser
Zweistöckige Häuser mit Ziegeldächern, Gärten hinter niedrigen Mauern, Eisentoren und Farbtönen von Ocker bis verwaschenem Rosa. Nicht alles ist frisch renoviert — genau das gibt dem Viertel seinen Charakter.
Treppengassen
Markou Mousourou, Trivonianou, Anapafseos: Stufen und sanfte Rampen. Kaum Autos, der Schritt wird automatisch ruhiger.
Bäume und kleine Gärten
Für die Zentrallage erstaunlich grün: Orangenbäume, Jasmin, Glyzinien. Viele kleine Höfe, oft nur durch Gitter und Mauern getrennt.
Blick zur Akropolis
Oben Richtung Friedhof taucht die Akropolis im Westen zwischen Dächern auf. Kein großes Panorama wie am Philopappos — kurz, alltäglich, gerade deshalb schön.
📍 Von Angels Athens ins Viertel „Mets“
Auf einen Blick von der Wohnung in der Ioulianou 50 bis ins Zentrum des Viertels. Karte ziehen und zum Zoomen tippen.
Der Erste Friedhof: Ort der Erinnerung und Skulptur
Der älteste Friedhof Athens
Der Erste Friedhof Athens wurde 1837 angelegt — der älteste Begräbnisplatz der neueren Stadt und einer der wichtigsten Orte der Grabskulptur in Griechenland. Der Eintritt ist in der Regel frei; Öffnungszeiten ändern sich, also vorab kurz prüfen, vor allem bei spätem Besuch.
- Gräber und Namen: Heinrich Schliemann, Kostis Palamas, Politiker, Komponisten, Erzbischöfe und Wohltäter des modernen Griechenlands liegen hier.
- Die „Schöne Schlafende“: Marmorarbeit von Giannoulis Chalepas (1877) am Grab von Sofia Afentaki — eines der bekannten Grabdenkmäler des 19. Jahrhunderts.
- Denkmalkunst: Neoklassische, neugriechisch-byzantinische und andere Grabmäler zeigen, wie Athen über Erinnerung, Ansehen und Verlust sprach.
- Respekt vor dem Ort: Der Friedhof ist aktiv. Geh leise, meide Trauerfeiern und fotografiere mit Zurückhaltung.
Panathinaiko: Marmor und Geschichte
Direkt neben Mets liegt das Panathinaiko-Stadion (Kallimarmaro), vollständig aus pentelischem Marmor. Ein Stadion stand hier schon im 4. Jahrhundert v. Chr.; seine heutige Gestalt geht vor allem auf den Wiederaufbau für die ersten modernen Olympischen Spiele 1896 zurück. Meist gibt es Audioguide und Zugang zur Bahn. Aktuelle Infos findest du kurz vorab — und in meinem Guide zum Panathinaiko.
Meine Route durch Mets
- Start am Panathinaiko: Metro Akropoli und etwa 15 Minuten zu Fuß, oder Syntagma und etwa 20 Minuten.
- Zur Iosif ton Rogon: der Sprung vom großen Boulevard ins Wohnviertel Mets ist sofort spürbar.
- Hinauf die Markou Mousourou: Stufen, leichte Steigungen, erste kleine Blicke zur Akropolis.
- Über Trivonianou und Anapafseos: hier stehen viele der alten Wohnhäuser des Viertels.
- In den Ersten Friedhof: rechne 30–45 Minuten für die Hauptwege und die „Schöne Schlafende“.
- Pause fürs Essen: Tavernen liegen meist im mittleren Preisbereich, Speisekarten wechseln.
- Kaffee in ruhiger Lage: an der Markou Mousourou oder in den Nebenstraßen, entspannter als im Zentrum.
- Ausklang im Zappeion: der Ausgang in die Gärten führt bequem Richtung Syntagma.
Essen & Kaffee
- Karavitis: alte griechische Taverne, bekannt für Mezedes, Grillteller und klassische Atmosphäre. Abends besser reservieren.
- Vyrinis: Nachbarschaftstaverne mit griechischen Mezedes und Gegrilltem — gut für ein entspanntes Essen ohne Umwege.
- Dyo Dipla: modernere griechische Küche; Stil und Menü wechseln saisonal.
- Kleine Cafés in Mets: ruhige Stopps nach dem Spaziergang, ohne den Trubel der touristischen Straßen.
- Pangrati: wenige Minuten südlich/östlich mehr Auswahl — von einfachen Lokalen bis teureren Adressen wie der Spondi.
Auf einen Blick
Rund 1 km²
Kleines Viertel — einmal quer hindurch geht gut ohne großen Plan.
1837
Gründungsjahr des Ersten Friedhofs — lange bevor Athen seine heutige Größe erreichte.
1896
Erste moderne Olympische Spiele im Panathinaiko, direkt neben Mets.
2–3 Stunden
Zeit für Mets, kurze Friedhofsrunde und Essen oder Kaffee.
So kommst du hin
- Metro Akropoli (Linie 2): etwa 12–15 Minuten zu Fuß durch Hadrianstor und Zappeion.
- Metro Syntagma (Linien 2 und 3): etwa 18–22 Minuten zu Fuß durch die Zappeion-Gärten.
- Metro Evangelismos (Linie 3): etwa 15 Minuten zu Fuß nach Süden.
- Ab Viktoria: Linie 1 bis Omonia, Umstieg auf Linie 2 bis Syntagma, dann zu Fuß. Insgesamt etwa 30–35 Minuten.
- Zu Fuß ab Plaka: rund 20 Minuten via Zappeion — tagsüber eine angenehme Strecke.
Beste Tageszeit
Später Nachmittag
Weiches Licht auf alten Fassaden, die Straßen bleiben ruhig. Wenn du auch in den Friedhof willst, prüfe vorher die Öffnungszeiten.
Früher Morgen
Kühler, die Anstiege sind leichter. Gute Zeit für Fotos ohne viel Bewegung im Bild.
Frühling
Im April und Mai bringen Glyzinien, Jasmin und Bougainvillea mehr Farbe in die Runde.
Was du meidest
Mittags im Hochsommer werden die Anstiege zäh. Einige kleine Läden arbeiten mit geteilten oder verkürzten Zeiten.
Sicherheit
Mets ist ein ruhiges Wohngebiet. Tagsüber läuft es sich entspannt. Abends sind die Hauptstraßen beleuchtet und belebt, Seitenstraßen leeren sich schnell. Halt die übliche Aufmerksamkeit, die du in jedem zentralen Viertel hättest, und meide sehr abgelegene Ecken, wenn du die Gegend nicht kennst.
Warum ich Mets mag
Mets zeigt Athen ohne große Geste. Nah an Syntagma, direkt neben dem Kallimarmaro — und doch weit genug von den vollen Routen, um Wohnrhythmus zu behalten. Alte Häuser, der Erste Friedhof und kurze Akropolisblicke ergeben einen Spaziergang in kleiner Skala, ohne Kulisse. Vieles hat sich verändert, Mieten sind gestiegen; als Station für eine ruhigere Zentrallage taugt es weiterhin gut.
Ein Nachmittag in Mets
Halbtages-Route
- 14:00 Uhr: Panathinaiko, falls es in deinen Tag passt. Rechne mit etwa 45 Minuten.
- 15:00 Uhr: Eingang nach Mets über Iosif ton Rogon, weiter hinauf zur Markou Mousourou.
- 15:30 Uhr: Erster Friedhof — Stopp bei der „Schönen Schlafenden“ und die Hauptwege entlang.
- 16:30 Uhr: Kaffee in einer ruhigen Straße von Mets.
- 17:00 Uhr: Runde über Trivonianou und Anapafseos — alte Fassaden und kleine Akropolisblicke.
- 18:00 Uhr: Kurzer Drink oder weiter Richtung Zappeion, je nach Laune.
- 19:30 Uhr: Abendessen in einer Taverne der Gegend — abends oder am Wochenende lieber reservieren.
- 21:00 Uhr: Rückweg Richtung Syntagma durch die Zappeion-Gärten.
So kommst du von Angels Athens (Ioulianou 50)
Von der Ioulianou 50 gehst du zur Metro Viktoria. Linie 1 bis Omonia, Umstieg auf Linie 2 bis Syntagma, weiter zu Fuß durch das Zappeion. Insgesamt etwa 35–40 Minuten. Zu Fuß von Viktoria nach Mets sind es rund 45–50 Minuten — eher etwas für den Tag. Mit dem Taxi hängt es vom Verkehr ab, meist eine kurze Fahrt.
Häufige Fragen
Fühlt es sich seltsam an, den Friedhof zu besuchen?
Nein, solange du respektvoll unterwegs bist. Athener besuchen Familiengräber; viele kommen wegen der Skulpturen und der Geschichte. Störe keine Zeremonien und halte dich ruhig.
Darf ich auf dem Friedhof fotografieren?
Für private Fotos in der Regel ja — dezent. Für kommerzielle Nutzung kann eine Genehmigung nötig sein. Vermeide Drohnen, Blitz und Aufnahmen von Zeremonien oder Trauernden.
Sind die Vorkriegsvillen privat?
Meistens ja: Wohnhäuser oder kleine Betriebe. Fotografiere vom öffentlichen Raum aus, ohne Gärten zu betreten oder in Fenster zu schauen.
Welche Straße eignet sich am besten für Villenfotos?
Trivonianou und Anapafseos bieten viel Fassadenvielfalt. Markou Mousourou ist gut für kleine Akropolisblicke zwischen den Gebäuden.
Ist es merkwürdig, nach dem Friedhof essen zu gehen?
Nein. Wenn du den Ort respektiert hast, ist Kaffee oder Essen im Viertel ein natürlicher Übergang. So funktioniert Mets: Erinnerungsort, Wohnhäuser, Tavernen und Alltag dicht beieinander.
Womit lässt sich Mets gut verbinden?
Mit Pangrati, den Zappeion-Gärten, dem Panathinaiko oder der Akropolis-Gegend. Pangrati liegt direkt südlich — hier findest du im Guide zu Pangrati mehr Stopps für Kaffee und Essen.
Quellen:
— Kathy