Athen — trink es direkt aus dem Hahn
Das Athener Netz betreibt die EYDAP. Gespeist wird es aus den großen Attika-Reservoirs und Aquädukten: Mornos, Evinos, Yliki und Marathon. Das Wasser wird laufend geprüft und ist im Alltag zum Trinken geeignet. Athener füllen Flaschen am Hahn, kochen damit und denken nicht groß darüber nach. Schmeckt es dir ungewohnt? Das liegt meist an anderer Herkunft und Zusammensetzung, nicht an mangelnder Qualität.
Festland — meistens unproblematisch
- Thessaloniki: Leitungswasser ist trinkbar und wird ganz normal genutzt.
- Patras, Volos, Ioannina, Larisa: in größeren Städten ist das Netz in der Regel trinkbar.
- Kleinere Städte und Dörfer: meist okay; frag im Quartier oder in einer Taverne, wenn du unsicher bist.
- Gebirgsregionen: oft sehr gutes Wasser. Bei unbeschilderten Quellen besser vorsichtig sein.
- Küstenorte am Festland: dieselben Standards wie oben.
Griechische Inseln — es schwankt
Die ehrliche Inselantwort
Auf den Inseln hilft am besten der lokale Rat. An vielen Orten ist das Netz-Wasser trinkbar, kann aber schwerer schmecken, stärker gechlort oder leicht brackig sein — vor allem dort, wo Entsalzung oder Tanker die Versorgung stützen. In solchen Gegenden trinken viele Einheimische Flaschen- oder gefiltertes Wasser und nutzen den Hahn fürs Kochen, Waschen und Zähneputzen.
Von Insel zu Insel unterschiedlich
Kreta (groß)
In Städten und vielen Regionen passt das Wasser; in abgelegenen Ecken im Quartier nachfragen.
Korfu, Rhodos, Lesbos
Größere Inseln mit ausgebauten Netzen. Meist trinkbar, der Geschmack variiert je nach Gegend.
Santorin, Mykonos, Paros
Teils Entsalzung oder Zusatzversorgung. Frag im Quartier nach der Empfehlung fürs Trinken; zum Zähneputzen und Kochen gibt es in der Regel kein praktisches Problem.
Kleine Kykladen und Dodekanes
Sehr unterschiedlich. Frag deine Gastgeberin und halte dich an die lokale Praxis.
Öffentliche Trinkbrunnen
- Im Athener Zentrum findest du Nachfüllstellen in einigen Parks, an Plätzen und in Museen.
- Nicht jede Zierfontäne ist zum Trinken gedacht — nur klar gekennzeichnete Punkte nutzen.
- Bergquellen: beschilderte Quellen nehmen, die auch Einheimische nutzen. Bei Zweifel lieber lassen.
Flaschenwasser — wann es sinnvoll ist
- Auf bestimmten Inseln, wo Entsalzung den Geschmack prägt — etwa Santorin, Mykonos, Paros.
- Bei empfindlichem Magen in den ersten 1–2 Tagen nach der Ankunft.
- Unterwegs, wenn gerade keine Nachfüllmöglichkeit in der Nähe ist.
- Zum Kochen selten nötig; für die meisten Gerichte reicht der Hahn.
- Preise: im Supermarkt günstig, an Stränden, Sehenswürdigkeiten und in Restaurants teurer.
- Marken: Avra, Vikos, Korpi, Loutraki und weitere bekommst du fast überall.
Kurz und knapp
Athen: aus dem Hahn
Trinkbar und alltagstauglich.
Festland: meist unproblematisch
In größeren Städten ist Leitungswasser in der Regel trinkbar.
Inseln: variiert
Größere Inseln schneiden oft besser ab. Kleine, trockene Inseln haben teils schwierigeren Geschmack.
Flaschenwasser
Günstig im Supermarkt, deutlich teurer an Stränden, bei Sehenswürdigkeiten und in Lokalen.
Umweltaspekte
- Plastikflaschen belasten Inseln und Strände, besonders im Sommer.
- Wiederbefüllbare Flasche: fülle im Quartier, an ausgewiesenen Trinkpunkten oder dort, wo es dir bestätigt wird.
- Flaschen mit Filter geben zusätzliche Sicherheit, wenn du der Quelle nicht traust.
- Unterkünfte haben teils Filter oder Wasserspender — kurz nachfragen.
- Recyceln, wo möglich, und in Athen keine Kauf-Serien an Einwegflaschen starten.
Wasser im Restaurant
- „Leitungswasser, bitte“: in Athen problemlos. Viele bringen eine Karaffe.
- Flaschenwasser: wird in manchen Lokalen automatisch gestellt. Wenn du es nicht möchtest, freundlich sagen.
- Kinder und ältere Menschen: in Athen gilt dasselbe wie für Erwachsene, außer es gibt ärztliche Vorgaben.
- Eiswürfel: in organisierten Cafés und Restaurants üblicherweise unproblematisch.
Magenfragen — was wirklich dahintersteckt
- Die meisten „Griechenland-Magen“-Fälle hängen nicht am Wasser — eher an Essen (rohe Meeresfrüchte, ungewohnte Schärfe, Milchprodukte, Fett bei Hitze).
- Reisestress und Zeitumstellung schlagen oft stärker auf den Bauch, als man denkt.
- Hitze und Dehydrierung fühlen sich schnell wie Magenprobleme an.
- Vorsichtig starten: 1–2 Tage Flaschenwasser, danach umsteigen, wenn alles passt.
Praktische Tipps
- Wiederbefüllbare Flasche — vor dem Losgehen im Quartier auffüllen.
- Wasserkocher im Zimmer: wenn du ganz sicher gehen willst, Wasser für Tee oder Kaffee kurz abkochen.
- Apotheke: Elektrolyte für Hitze, starkes Schwitzen oder leichte Dehydrierung.
- Öffentliche Trinkstellen: nur klar gekennzeichnete Punkte nutzen.
- Wandern und abgelegene Gegenden: eine Flasche mit Filter gibt dir Reserve.
Meer- und Poolwasser
- Meer: Badewasser ist vielerorts sehr gut — trinken solltest du es nicht.
- Pools: sind zum Schwimmen da, nicht zum Trinken, auch wenn sie gut gewartet sind.
- Thermalquellen: den Hinweisen vor Ort folgen, besonders bei Empfindlichkeiten oder Vorerkrankungen.
Was du dir sparen kannst
- In Athen aus Gewohnheit Flaschenwasser kaufen — probier erst den Hahn.
- Leere Flaschen zurück ins Hotel tragen — lieber unterwegs nachfüllen.
- „Griechisches Wasser macht krank“ — das ist veraltet.
- Reinigungstabletten für die Stadt — in Athen und großen Städten nicht nötig.
- Panik-Käufe an Hotspots — besser vorher im Supermarkt eindecken.
Von Angel Athens (Ioulianou 50) aus gesehen
Angel Athens an der Ioulianou 50 hängt am zentralen Athener Netz — das Leitungswasser passt zum Trinken und Kochen. Füll deine Flasche vor dem Losgehen, besonders im Sommer. Wenn du Flaschenwasser bevorzugst: Entlang der Patision und am Viktoria-Platz findest du Supermärkte und Kioske an fast jeder Ecke.
Häufige Fragen
Ist das Leitungswasser in Athen wirklich sicher?
Ja. Die EYDAP liefert Trinkwasser, das die Athener täglich nutzen.
Macht mich Leitungswasser krank?
In Athen sehr unwahrscheinlich. Häufiger sind Hitze, Müdigkeit, ungewohntes Essen oder Reisestress die Auslöser.
Soll ich auf Santorin Flaschenwasser kaufen?
Oft ja fürs Trinken — hauptsächlich wegen des Geschmacks. Frag im Quartier nach einer Empfehlung für deine Gegend.
Wie sieht es mit Eiswürfeln aus?
In organisierten Cafés und Restaurants in der Regel unbedenklich. An sehr improvisierten Ständen mit Augenmaß entscheiden.
Zähneputzen mit Leitungswasser?
In Athen und in großen Städten: ja. Auf Inseln putzen viele trotz Geschmacksfrage mit Hahnwasser — außer die lokale Empfehlung sagt ausdrücklich etwas anderes.
Wo kann ich meine Flasche auffüllen?
In der Unterkunft, in vielen Lokalen (Karaffe erbitten), in einigen Museen und an ausgewiesenen öffentlichen Trinkstellen.
Quellen:
— Kathy