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Ioulianou 50 Apartments
Weiße, kubische Häuser der Anafiotika am felsigen Nordhang der Akropolis
← Back to Blog 🗺️ Athener Viertel

Anafiotika in Plaka: Kykladen-Häuser unter der Akropolis

📅 4. Mai 2026 ⏱️ 5 Min. Lesezeit ❤️ Kathy
Am Nordhang der Akropolis, oberhalb von Plaka, klebt ein winziges Viertel am Fels: weiße Häuser, enge Stufen, ein klarer Inselton. Die Anafiotika gehen auf Handwerker von der Kykladeninsel Anafi zurück, die im 19. Jahrhundert nach Athen kamen und hier so bauten, wie sie es von zu Hause kannten.

Ein Kykladen-Fleck direkt unter dem Fels

Die Anafiotika sind ein kleiner Zipfel aus gekalkten Häusern, gestuften Gassen, niedrigen Höfen, Töpfen, Bougainvilleen und Blicken hinunter nach Plaka. Die Bauweise ruft die Kykladen auf — besonders Anafi, die kleine Insel in der südlichen Ägäis, aus der viele der ersten Bewohner stammten.

Warum hier Kykladen-Häuser stehen

Die Geschichte beginnt, als Athen nach der Unabhängigkeit 1834 Hauptstadt wurde. Verwaltung, Paläste, öffentliche Bauten — für all das brauchte man gute Hände. Unter den angeworbenen Fachleuten: Bau- und Steinhandwerker von Anafi.

Unterkünfte gab es kaum. Nach lokaler Überlieferung setzten einige am Nordhang bei Agios Georgios tou Vrachou in kurzer Zeit kleine Häuser hin — mit Material und Techniken von den Inseln. Die Erzählung, vieles sei „über Nacht“ entstanden, gehört zur mündlichen Geschichte und zeigt den Druck, unter dem damals gewohnt wurde.

Zwei kleine Kirchen tragen den Charakter bis heute: Agios Georgios tou Vrachou und Agios Symeon. Schlicht, gekalkt — und eng mit den Anfängen der Anafiotika verbunden.

📍 Von Angels Athens in die „Anafiotika“-Nachbarschaft

Auf einen Blick von der Wohnung in der Ioulianou 50 ins Zentrum des Viertels. Karte ziehen und zoomen für Details.

Angels Athens · Ioulianou 50 Anafiotika

Wo genau liegen sie?

Lage

Am Nordhang der Akropolis, direkt oberhalb von Plaka — zwischen Fels und den Straßen der Oberen Plaka.

Zugang von Plaka

Steige die Odos Stratonos oder Theorias hinauf. Mit jedem Absatz schauen mehr weiße Wände über die Steinmauern.

Zugang von der Akropolis

Bist du auf dem Archäologie-Rundweg, halte Richtung Obere Plaka und folge den Gassen hinüber zu den Anafiotika.

Ausdehnung

Winzig. Ein paar Dutzend Häuser, stufige Gassen. 15–20 Minuten, ohne Fotostopps.

Der Rundgang durch die Anafiotika

Es gibt keinen Torbogen und kein „Eingang“-Schild. Du kommst aus Plaka, die Gassen verengen sich, die Häuser werden niedriger — und plötzlich ist es Insel. Keine Karte nötig: langsam gehen, rücksichtsvoll bleiben.

  1. Starte bei Agios Georgios tou Vrachou (oft geschlossen, der Hof ist meist zugänglich).
  2. Steig die weiß gekalkten Stufen hoch — sie verzweigen sich in eine Handvoll Gassen.
  3. Achte auf Hausnummern in blauer Farbe auf Weiß — eine alte Kykladen-Gewohnheit.
  4. Die Gassen werden immer enger — stellenweise passt nur eine Person durch.
  5. Katzen und Pflanzen sind überall — bitte nicht anfassen, sie gehören zum Alltag der Bewohner.
  6. Ende bei Agios Symeon oben, mit kleiner Terrasse und einem Zipfel Akropolis im Blick.

Stellen für Fotos

  • Blaue Türen und weiße Treppen — aber bitte nicht in private Höfe treten.
  • Bougainvilleen im Frühling und Herbst — das Rot und Pink sitzt schön auf dem Kalk.
  • Die schmalen Passagen am Fels — hier spürst du die Maßstäblichkeit des Viertels.
  • Blick auf Plaka und den Lykavittos — von höher gelegenen, öffentlich zugänglichen Stellen.
  • Die kleinen Details: Schilder, Kamine, Scharniere, Töpfe, Stufen.

Wann hingehen

Morgens

7:30–9:30 Uhr — ruhiger, weiches Licht, weniger Leute.

Später Nachmittag

17:00–19:00 Uhr — schönes Licht, oft aber mehr Besuch.

Abends / Dämmerung

19:30–21:00 Uhr — stimmig, aber leise bleiben. Hier wohnen Menschen.

Meiden

11:00–15:00 Uhr im Sommer — heiß, harte Sonne, eher Gruppen unterwegs.

Etikette — hier wohnt man wirklich

In den Anafiotika leben Menschen

Es ist kein Filmset und kein Freilichtmuseum.

  • Keine privaten Höfe oder Dächer betreten — sie wirken offen, sind aber Privatgrund.
  • Nicht in Fenster starren — Türen und Läden wie an jedem Wohnhaus respektieren.
  • Leise sprechen — Stimmen hallen an Steinwänden. Flüsterton reicht.
  • Keine Drohnen oder Profi-Setup ohne Genehmigung.
  • Keine Töpfe oder Deko verrücken — die Pflanzen werden täglich gepflegt.
  • Kein Graffiti, keine Schäden — der Raum ist klein, alles fällt sofort auf.

Ein paar architektonische Notizen

Niedrige Häuser, Kalkputz, kleine Öffnungen, Außentreppen, klare Geometrie. Das heute so geliebte Weiß-Blau der Kykladen ist zum Teil ein Bild des 20. Jahrhunderts; historisch waren die Inseln vielfältiger — auch farbiger.

Das Gebiet steht unter Denkmal- und Bauordnungsschutz. Manche Häuser sind in Familienhand, andere wechselten. Die Maßstäblichkeit bleibt empfindlich.

Was die Anafiotika sind — und was nicht

  • Sie sind: ein kleines Wohnviertel mit besonderer Bauweise, Geschichte und Atmosphäre.
  • Sie sind nicht: ein Ort zum Shoppen, für Restaurants oder einen halben Tagesausflug. Cafés und Läden findest du unten in Plaka.

Vorher oder nachher etwas essen

In den Anafiotika gibt es keine Restaurants. Verbinde den Besuch mit Kaffee, Mittag oder Abendessen in der Oberen Plaka oder rund um die Akropolis. Dort sind die Preise oft touristischer — wirf vor dem Hinsetzen einen Blick in die Karte.

Gut kombinieren mit

Akropolis-Besuch

Akropolis, Rundweg um den Fels, Anafiotika, Obere Plaka — danach die Antike Agora.

Plaka erkunden

Nach einem Bummel in Plaka 20–30 Minuten hinauf in die Anafiotika, dann wieder runter zum Abendessen.

Fototour

Morgens oder später Nachmittag — weiches Licht, ruhigere Gassen.

Anafiotika + Plaka + Monastiraki

Ein runder Spaziergang zwischen Fels, Oberer Plaka und Markt.

So kommst du von Angels Athens (Ioulianou 50) hin

Von der Ioulianou 50 zu Fuß zur Metro Viktoria, Linie 1 Richtung Piräus. Nach zwei Stationen bist du in Monastiraki. Von dort bergauf nach Plaka und Obere Plaka; bis zu den Anafiotika sind es etwa 12–15 Minuten zu Fuß. Insgesamt rechne mit 30–35 Minuten von Tür zu Tür. Zu Fuß von Viktoria über Syntagma und Plaka bis Anafiotika sind es rund 35–45 Minuten — angenehmer in kühlen Stunden.

Häufige Fragen

Werden die Häuser vermietet / sind das Unterkünfte?

Einige tauchen in Kurzzeitportalen auf, die meisten sind aber Privatwohnungen. Angebote ändern sich, der Denkmalschutz bremst eine breite Umwandlung.

Rollstuhlgerecht?

Schwierig. Steiler Hang, viele Steinstufen. Mit Mobilitätseinschränkung bekommst du von unten in Plaka einen Eindruck; die engen Gassen oben sind praktisch nicht zugänglich.

Kostet der Besuch etwas?

Nein. Öffentliches Wohnviertel ohne Ticket. Geh tagsüber oder früh am Abend — aus Rücksicht und weil du dann besser siehst, wohin du trittst.

Wie lange dauert der Besuch?

30–45 Minuten für den Rundgang. Länger, wenn du fotografierst oder in Plaka nebenan eine Kaffeepause machst.

Nachts gefährlich?

Eher heikel sind die steilen, teils schlecht beleuchteten Stufen. Lieber gehen, bevor es dunkel wird.

Warum sind sie nicht bekannter?

In Architektur- und Foto-Kreisen bekannt, aber kein klassisches Sightseeing mit Kasse und Öffnungszeiten. Es braucht langsames Gehen — und Rücksicht auf die Bewohner.

Quellen:

— Kathy