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Chora auf Mykonos mit Windmühlen, die sich im Wasser neben „Klein-Venedig“ spiegeln
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Mykonos ohne Klischees: Chora, Delos, Strände, Kosten

📅 21. März 2026 ⏱️ 8 Min. Lesezeit ❤️ Kathy
Mykonos ist klein, der touristische Druck hoch. Das erklärt Preise, Schlangen, Lärm – und warum du gut überlegen solltest, was du machst. Sie nur als Kulisse für Beachclubs zu sehen, kostet viel und lässt die spannendere Hälfte der Insel liegen.

Zwei Mykonos auf einer Insel

Es gibt im Grunde zwei Inseln mit demselben Namen. Die Südküste – Paradise, Super Paradise, Psarou, Paranga – läuft wie ein durchgehender Beachclub vor Inselkulisse. Preise klettern dort schnell, vor allem für Liegen, Drinks und Reservierungen an bekannten Spots.

Der Rest fühlt sich anders an. Die Chora mit Gassen aus dem 16.–17. Jahrhundert, Delos 2 Kilometer südwestlich, Ano Mera im Landesinneren, nördliche Strände ohne Liegen – das ist das andere Mykonos.

Chora: warum das Gassenlabyrinth so ist

Die Gassen von Chora sind nicht zufällig so verschlungen. Eng, mit knappen Kurven, kleinen Plätzen und Durchgängen ohne klare Gerade – das bricht den Wind und, so erzählt man hier, machte Piraten das Leben schwer. Heißt für dich: Du verläufst dich kurz. Gehört dazu.

„Klein‑Venedig“ – offiziell Alefkandra – ist eine Reihe mittelalterlicher Häuser direkt über dem Wasser. Balkone hängen buchstäblich über dem Meer. Heute reihen sich dort Bars aneinander; die Architektur lohnt auch tagsüber einen ruhigen Gang.

Die Windmühlen Kato Myloi sind nur wenige Minuten entfernt. Erinnerung an Zeiten, in denen Wind Antrieb war und nicht nur Strandproblem. Für Ruhe: früh hin – oder zum Abend.

Panagia Paraportiani in Alona ist ein Verbund aus fünf übereinander gebauten Kapellen (14.–17. Jh.). Von außen wirkt es wie eine einzige weiße Skulptur. Innen kommst du in der Regel nicht hinein.

Delos: die Insel ohne Bewohner

Delos liegt 2 Kilometer südwestlich von Mykonos – in der Mythologie der Geburtsort von Apollon und Artemis. Praktisch ist sie seit 1990 UNESCO‑Welterbe, ohne Dauerbewohner; Übernachten ist nicht erlaubt.

Boote fahren am Vormittag vom Alten Hafen ab. Fahrpläne, Preise und Öffnungstage wechseln je nach Saison – vorab die offizielle Info prüfen.

Fürs Wesentliche reichen 2–3 Stunden: die Stoa des Philipps V., die Löwen von Naxos, der Apollon‑Tempel, Mosaiken – und das Gefühl eines Ortes, der einst Handels‑ und Kultzentrum war. Wasser und Hut sind Pflicht. Schatten ist rar.

Ano Mera: die ruhigere Inselmitte

Östlich der Chora liegt Ano Mera, das Hauptdorf im Inneren. Ohne Show, ohne Südküsten‑Trubel – genau deshalb ein guter Stopp, besonders wenn du essen willst, ohne vor allem die Kulisse zu bezahlen.

Das Kloster Tourliani steht seit dem 16. Jahrhundert am Dorfplatz. Rundum findest du Tavernen, in denen nicht die Aussicht den Preis macht.

Strände: welcher passt zu dir

Süd – für Clubs: Paradise, Super Paradise, Psarou, Paranga. Liegen, laute Musik und hohe Preise, besonders zur Hochsaison.

Süd – für Familien: Platys Gialos und Ornos. Organisiert, aber ruhiger. Busverbindung zur Chora.

Norden – wilder: Fokos, Mersini, Agios Sostis. Kaum Infrastruktur, windanfälliger; am besten mit eigenem Fahrzeug.

Osten: Lia, Kalo Livadi, Kalafatis – größere Strände, oft stressärmer als die berühmteren südlichen.

Unterwegs auf der Insel

KTEL‑Busse bedienen die Hauptstrände und Ano Mera. Im August sind sie schnell voll – plane nicht mit der allerletzten Verbindung.

Taxis sind knapp und meist nur mit Vorbestellung zu bekommen. Auto oder Roller geben Freiheit; zur Hochsaison ziehen die Preise stark an. Für die nördlichen Strände brauchst du ein eigenes Fahrzeug.

Die Chora ist Fußgängerzone. Autos bleiben draußen.

Anreise

Der Flughafen von Mykonos hat Flüge ab Athen und in der Saison viele Direktverbindungen aus europäischen Städten. Je näher das Datum rückt, desto sprunghafter werden die Preise.

Mit der Fähre: schau nach Piräus und Rafina. Rafina passt oft besser für Mykonos, besonders in Kombination mit An‑ oder Abflug. Von der Ioulianou 50 kommst du nach Piräus am einfachsten mit Linie 1 ab Viktoria.

Kosten und gute Reisezeit

Juli und August sind am teuersten und am dichtesten. Zimmer, Transfers, Liegen, Restaurants – alles legt kräftig zu. Das Meltemi bläst ordentlich, vor allem an den Nordstränden.

Juni und September sind oft die vernünftigere Wahl. Die Insel ist lebendig, die Chancen auf tragbare Preise sind besser und Straßen wie Strände stehen weniger unter Druck.

Probier das hier

Kopanistí ist das g.g.A.-Käseprodukt von Mykonos – pikant, salzig, mit Wumms. Schmeckt mit Brot oder Paximadi (Zwieback). Louza ist gepökeltes Schweinefleisch, dünn aufgeschnitten, eine typische Inselspezialität.

Beides findest du in kleinen Läden in der Chora – in Ano Mera meist günstiger als an den Strandrestaurants.

Quellen

— Kathy